Alpin Notruf: 140
Übung Seiltechnik

Übung Seiltechnik

Am Freitag, den 12. April, fand am Hausstein (bei den Myrafällen) die erste Seiltechnikübung nach der Wintersaison statt. 11 KameradInnen der Ortsstelle Pernitz nahmen daran teil und unter der Aufsicht unseres Ausbildungsleiters wurde wieder die Knotenkunde trainiert. 

Fotos: © ÖBRD NÖ/W

Vierundfünfzig

Vierundfünfzig

Die Wintersaison am Unterberg ist letztes Wochenende zu Ende gegangen. Darum möchten wir Euch einen kurzen Überblick über unser Dienst- und Einsatzgeschehen geben.
Von Anfang Jänner bis Anfang März sind wir an insgesamt 54 Schitagen im Dienst gewesen. Knapp 30 mal wurden wir zu Einsätzen gerufen. Dabei haben unsere Aufgaben von Personentransporten mit dem Akja, über kleinere Hilfeleistungen bis hin zu Suchaktionen von Vermissten gereicht. Wir sind froh mitteilen zu können, dass sämtliche Unfälle glimpflich ausgegangen sind. 

Die Ortsstelle Pernitz bedankt sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ca. 2500 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit.
Damit wir diese Aufgaben auch in Zukunft zuverlässig verrichten können benötigen wir Eure Hilfe. Mit nur € 28,- im Jahr könnt Ihr zu Förderern der Bergrettung werden und unsere Arbeit nachhaltig absichern.

„Der Kampf um die rote Laterne“
Als traditioneller Abschluss der Saison hat auch heuer wieder unser Jux-Schirennen stattgefunden. Dabei ist der Spaß im Vordergrund gestanden. Teilnahmeberechtigt sind alle Bergretterinnen und Bergretter sowie deren Angehörige gewesen. Sieger des Rennens war diejenige Person, welche den Parkour nicht als Schnellste bewältigt hat, sondern der Durchschnittszeit am nächsten gekommen ist. Als Hauptpreis gab es die „Rote Laterne“ zu gewinnen.
Ein großes Dankeschön an unsere Organisatoren Erich und Erwin für die tolle Umsetzung der Veranstaltung.

Fotos: © ÖBRD Nö/W

Los geht´s mit dem Winterdienst

Los geht´s mit dem Winterdienst

Der Schnee ist da und seit Freitag, den 4. Jänner, ist die Skisaison am Unterberg eröffnet. Zeitgleich startet somit auch unser Winterdienst in der Reserlhütte. Über ein Meter Neuschnee ist in den letzten Tagen vom Himmel gefallen und verwandelte die Berge in unserem Einsatzgebiet in ein Naturschneeparadies.
In diesem Sinne wünschen wir nachträglich Prosit Neujahr und eine unfallfreie Skisaison.

Vorbereitung Winterdienst

Vorbereitung Winterdienst

Um für den Winterdienst am Unterberg gerüstet zu sein, fand wieder die alljährliche Übung bei der Reserlhütte statt. Im Stationsbetrieb wurde die Erste Hilfe, der Abtransport des Verletzten mit dem Land Rover und das Bedienen des Funkgerätes geübt.

Treffpunkt für die Mannschaft war gegen 9:00 Uhr bei der Reserlhütte am Unterberg. Nach einer kurzen Vorbesprechung durch unseren Ausbildungsleiter wurden drei Gruppen für den Stationsbetrieb gebildet. Aufgefrischt wurde die Erste Hilfe und das Versorgen des Verletzten in den Akja. Unter der Aufsicht unseres Fahrzeugwartes wurde weiters der Abtransport eines Verletzten mit der UT 2000 (Universaltrage) im Land Rover geübt. Eine weitere Station war alles zum Thema Funk. Gegen 15:00 Uhr fand noch eine kurze Nachbesprechung statt und alle Anwesenden waren „super zufrieden“ mit der Übung und waren sich auch einig – Der Winterdienst kann kommen!

„Fuchsjagd“ am Schöpfl

„Fuchsjagd“ am Schöpfl

Die Ortsstelle Triestingtal organisierte eine Clusterübung zum Thema Orientierung, Funk und Einsatzplanung zu der sämtliche Nachbarortsstellen eingeladen wurden. Knapp 40 BergretterInnen aus den Ortsstellen Pernitz, Triestingtal und Wienerwald Süd nahmen daran teil.

Bei herrlichem Wetter fand am Samstag, den 29. September, die Herbstausbildung im Raum Schöpfl statt. Auf spielerische Weise wurde in Form einer „Fuchsjagd“ das Orientieren im Gelände mittels einer Karte, sowie das korrekte Funken geübt und verbessert. Am Ende des Lehrtages galt es den Fuchs (dargestellt von einem Bergretter der Ortsstelle Triestingtal) ausfindig zu machen und zu fangen.

Acht Teams bestehend aus je vier BergretterInnen wurden zu verschiedenen Startpunkten rund um den Schöpfl gebracht, wo nach Freigabe der Übungsleitung das Spiel startete. Zuerst gab der Fuchs seinen ungefähren Standort bekannt, woraufhin die Treibjagd begann. Zug um Zug versuchten sämtliche Teams die Zielperson in die Enge zu treiben, bis sie letzten Endes nicht mehr auskam und von einem Team gefangen wurde.

Das Ziel der Übung war es, das Lesen einer Karte bzw. das Orientieren mittels Karte zu verbessern und Koordinatenmeldungen von Standorten und Zielpunkten korrekt per Funk zu übermitteln, sowie das Gebiet näher kennenzulernen.

Verhalten bei Gewitter am Berg

Verhalten bei Gewitter am Berg

Gewitter sind im Sommer keine Seltenheit. Am Berg kann es dadurch zu sehr unangenehmen Situationen kommen. Abgesehen vom lebensgefährlichen Blitzschlag kann Regen und Hagel, manchmal sogar Schneefall, die Gefahr der Unterkühlung bergen. Murenabgänge können einen geplanten Weg unpassierbar machen. 1. Mit Tourenplanung auf der sicheren Seite Der beste Tipp zur Vermeidung solcher Situationen ist, erst gar nicht in eine solche hineinzugeraten. Sorgfältige Tourenplanung und ein Blick in den Wetterbericht sind unerlässlich. Wer dabei auch alternative Hütten und Wege im Auge behält ist auf der sicheren Seite. 2. Wetter schauen Der Wetterbericht sagt Gewitter mit relativ hoher Treffsicherheit voraus. Doch Vorsicht, bei labilen Wetterlagen kann sich die Vorhersage schnell ändern. Darum lieber nochmal in der Früh vor dem Weggehen den aktuellen Bericht checken. Während der Tour sollte man sich dann aber auch auf sich selbst verlassen und die Wolken beobachten. Wächst eine „Schönwetterwolke“ höher als sie breit ist und bildet sie sich nach oben hin Amboss-förmig aus, ist die Chance hoch, dass es bald kracht.
3. Rechtzeitig Unterschlupf suchen Wer ein Gewitter herannahen sieht sollte sich bald um Schutz kümmern. Den besten Schutz genießt man in Hütten und in Autos. Ist beides nicht erreichbar sollte man der Versuchung widerstehen vor dem Gewitter davon zu laufen. Es besteht die Gefahr, dass durch den Abstand von linkem und rechtem Fuß ein lebensgefährlicher Spannungsunterschied erzeugt wird (Schrittspannung) wenn in der Nähe ein Blitz einschlägt. Vermeiden sollte man auch Gipfel und Grate, Bachläufe, offene Unterstände, einzeln stehende Bäume, kleinere Höhlen oder große, weite Flächen. Besser nach Mulden Ausschau halten und versuchen, nicht der höchste Punkt in der Umgebung zu sein. 4. Auf bessere Zeiten warten Ist kein Schutz in der Nähe hockt man sich mit geschlossenen Füßen am besten in eine Bodenvertiefung. Man kann sich auch den Rucksack hocken, denn dieser isoliert zusätzlich. Gegenstände aus Metall sollte man weit weg von sich platzieren. 5. Erste Hilfe im Notfall wichtig Ist jemand vom Blitz getroffen worden ist rasche Hilfe überlebensnotwendig! Dabei gilt es über den Alpinnotruf 140 so schnell wie möglich einen Notarzt zum Patienten zu beordern. Während dessen prüft man Atmung und Bewusstsein des Blitzopfers. Bei bestehender Atmung bringt man die Person in eine stabile Seitenlage, schützt sie vor Unterkühlung und kontrolliert diesen Status bis zum Eintreffen der Rettung. Ist keine Atmung vorhanden muss man umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten.

Wie man richtig reanimiert

1. Bewusstlose Person ansprechen und berühren (leicht rütteln). Zeigt die Person keine Reaktion weiter zu 2. Atemkontrolle – Öffnen Sie den Mund der Person und halten Sie Ihr Ohr knapp darüber. Ihr Blick geht zum Brustkorb des Bewusstlosen und prüft ob sich dieser hebt und senkt. Ist dies nicht der Fall weiter zu 3. Sofort Notruf absetzen (Bergrettung 140, Rettung 144, Euronotruf 112). Dann beginnen Sie so schnell wie möglich mit den Wiederbelebungsmaßnahmen: 4. Legen Sie den Bewusstlosen auf den Rücken auf einen harten Untergrund und machen Sie den Brustkorb frei. Eventuell Helm-Band öffnen um die Atmung zu erleichtern. 5. Knien Sie sich neben die Person und legen Sie die Hände mit dem Ballen in der Mitte des Brustkobes auf. Jetzt drücken Sie senkrecht fünf Zentimeter tief auf den Brustkorb. Halten Sie Ihre Arme dabei immer gestreckt! Wenn Sie etwa zwei Mal pro Sekunde drücken erreichen Sie eine Kompressionsfrequenz von 100 bis 120 pro Minute. Entlasten Sie den Brustkorb nach jeder Kompression vollständig. 6. Nach 30 Kompressionen wechseln Sie zur Beatmung. Dabei überstrecken Sie den Kopf des Bewusstlosen, verschließen seine Nase mit den Fingern und halten mit der anderen Hand seinen Mund offen. Sie atmen normal ein, umschließen mit Ihren Lippen den Mund des Bewusstlosen vollständig, und atmen normal aus. Der Brustkorb des Patienten soll sich dabei sichtbar heben. 7. Wiederholen Sie die Beatmung ein zweites Mal und machen Sie dann mit der Herzdruckmassage weiter. Achtung! Untersuchungen zeigen, dass auch schon eine Herzdruckmassage alleine die Überlebenschancen deutlich verbessert. Wenn Sie sich die Beatmung nicht zutrauen kann diese unterbleiben. 8. Beenden Sie die Thoraxkompression wenn der Betroffene sein Bewusstsein zurückerlangt oder die Rettung übernommen hat. Fotos (1) Pixabay, (2,3) ÖBRD NÖ/W

Bergrettung übt Großalarm in Schottwien und in Pernitz

Bergrettung übt Großalarm in Schottwien und in Pernitz

Einmal im Jahr übt die Bergrettung Niederösterreich/Wien das Zusammenspiel verschiedener Ortsstellen bei einer Gebietsübung. Am Sonntag, den 22. April, war das Gebiet Süd an der Reihe. In Schottwien und in Pernitz rückten 98 Bergretter für dieses Training aus.

Kann eine Ortsstelle eine Aufgabe alleine nicht bewältigen, wird Gebietsalarm ausgelöst. So ein Fall bedeutet auch erhöhten Aufwand in der Einsatzzentrale, da größere Mannschaften und oft mehrere Einsätze koordiniert werden müssen. Diese Aufgabe wurde bei zwei voneinander unabhängigen Szenarien trainiert.

52 Bergretterinnen und Bergretter der südlicher gelegenen Ortsstellen Aspang, Schottwien, Semmering, St. Corona, Mönichkirchen, Puchberg und Reichenau übten die Suche, Bergung und Erstversorgung von abgestürzten Gleitschirmpiloten im unwegsamen, felsigen Steilgelände in Schottwien. Unterstützt wurden die Mannschaften dabei vom mobilen Arbeitsplatz des Notruf Niederösterreich 144 sowie von der Feuerwehr Maria Schutz und dem Roten Kreuz Gloggnitz.

In Pernitz übten 46 Männer und Frauen der Ortsstellen Hohe Wand, Grünbach, Wien, Wienerwald Süd, Triestingtal und Pernitz die Bergung mehrerer zum Teil schwer verletzter Personen aus felsdurchsetztem Gelände und zweier Kletterer aus einer Felswand.

ÖBRD mit Sicherheitspreisen ausgezeichnet

ÖBRD mit Sicherheitspreisen ausgezeichnet

Zum ersten Mal fand am Freitag den 01.12.2017, die Verleihung des Österreichischen Sicherheitspreises statt. Austragungsort der glanzvollen Preisverleihung war Grafenegg. Der Österreichische Sicherheitspreis des Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) wird in insgesamt sieben Kategorien vergeben.

• Gelebte Sicherheitspartnerschaft
• Sicherheitsprävention
• Sicherheitsheld des Jahres
• Digitale Sicherheit
• Sonderpreis des Landes NÖ
• Rettungsaktion des Jahres – ORF
• Lebenswerk

Besonders erfreulich für den ÖBRD: Wir konnten gleich in zwei Kategorien die Jury überzeugen.

Gelebte Sicherheitspartnerschaft

Der Bundesverband des Österreichischen Bergrettungsdienst stellte sich gemeinsam mit der Höhlenrettung (ÖHR), der Alpinpolizei, der Flugpolizei und der Christophorus Flugrettung (CFV) im Projekt „Mit Teamwork und Sicherheit bei Einsätzen im alpinen Gebiet“ den strengen Augen der Bewerter. Die gemeinsame Arbeit und das gegenseitige Vertrauen auch bei heiklen und schwierigen Bergungen ist ein absolutes Muss. So war es den Vertretern der dieser Teams auch wichtig, diesen Preis stellvertretende für alle freiwilligen und beruflichen Mitglieder ihrer Organisation zu übernehmen.

Sicherheitsheld des Jahres

Dieser Titel ging an das Team der Bergrettung Gosau aus Oberösterreich mit Einsatzleiter Christian Egger für die Rettung eines 45-jährigen deutschen Alpinisten aus einer Donline, fünf Tage nach dessen Verschwinden. Ausgewählt wurde dieser Aktion als Gewinner durch Leser der Kronenzeitung in einer großangelegten Umfrage.

Über den Österreichischen Sicherheitspreis
Der Österreichische Sicherheitspreis wurde 2017 ins Leben gerufen. Er zeichnet Mitarbeiter und Freiwillige der Blaulicht-Organisationen in sieben Kategorien aus. Nach dem Auftakt in Niederösterreich soll die Veranstaltung künftig jedes Jahr in einem anderen Bundesland ausgetragen werden. Auch in Zukunft werden die siegreichen Teams mit der speziell designten Award-Trophäe in Gestalt eines Blaulichts und den außergewöhnlichen Medaillen ausgezeichnet. Organisiert wurde der Sicherheitspreis 2017 vom KSÖ (Kuratorium Sicheres Österreich) und dem echo medienhaus in Kooperation mit dem ORF und der Kronen Zeitung, die auch zwei der Awards überreichten.

Bild 1 (v.l.n.r): Reinhard Kraxner (Geschäftsführer des Christophorus Flugrettungsverein), Hans Ebner (Leiter der Alpinpolizei Österreich), Franz Lindenberg (Ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der Bergrettung), Erich Hofmann (Obmann der Österreichischen Höhlenrettung), Peter Weichselbaum (Stellvertretender Leiter der Abteilung Flugpolizei im BMI). © ÖBRD BV, Urheber: Martin Gurdet

Bild 2: Teilnehmer der Preisverleihung

Bild 3: Links hinten: Landesleiter der Bergrettung Oberösterreich Christoph Preimesberger, Einsatzleiter der Bergrettung Gosau Christian Egger, Innenminister Wolfgang Sobotka und das Team der Bergrettung Gosau.