Alpin Notruf: 140
Vierundfünfzig

Vierundfünfzig

Die Wintersaison am Unterberg ist letztes Wochenende zu Ende gegangen. Darum möchten wir Euch einen kurzen Überblick über unser Dienst- und Einsatzgeschehen geben.
Von Anfang Jänner bis Anfang März sind wir an insgesamt 54 Schitagen im Dienst gewesen. Knapp 30 mal wurden wir zu Einsätzen gerufen. Dabei haben unsere Aufgaben von Personentransporten mit dem Akja, über kleinere Hilfeleistungen bis hin zu Suchaktionen von Vermissten gereicht. Wir sind froh mitteilen zu können, dass sämtliche Unfälle glimpflich ausgegangen sind. 

Die Ortsstelle Pernitz bedankt sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für ca. 2500 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit.
Damit wir diese Aufgaben auch in Zukunft zuverlässig verrichten können benötigen wir Eure Hilfe. Mit nur € 28,- im Jahr könnt Ihr zu Förderern der Bergrettung werden und unsere Arbeit nachhaltig absichern.

„Der Kampf um die rote Laterne“
Als traditioneller Abschluss der Saison hat auch heuer wieder unser Jux-Schirennen stattgefunden. Dabei ist der Spaß im Vordergrund gestanden. Teilnahmeberechtigt sind alle Bergretterinnen und Bergretter sowie deren Angehörige gewesen. Sieger des Rennens war diejenige Person, welche den Parkour nicht als Schnellste bewältigt hat, sondern der Durchschnittszeit am nächsten gekommen ist. Als Hauptpreis gab es die „Rote Laterne“ zu gewinnen.
Ein großes Dankeschön an unsere Organisatoren Erich und Erwin für die tolle Umsetzung der Veranstaltung.

Fotos: © ÖBRD Nö/W

Los geht´s mit dem Winterdienst

Los geht´s mit dem Winterdienst

Der Schnee ist da und seit Freitag, den 4. Jänner, ist die Skisaison am Unterberg eröffnet. Zeitgleich startet somit auch unser Winterdienst in der Reserlhütte. Über ein Meter Neuschnee ist in den letzten Tagen vom Himmel gefallen und verwandelte die Berge in unserem Einsatzgebiet in ein Naturschneeparadies.
In diesem Sinne wünschen wir nachträglich Prosit Neujahr und eine unfallfreie Skisaison.

Zusammenarbeit und Vertrauen: Flugpolizei, Alpinpolizei und ÖBRD

Zusammenarbeit und Vertrauen: Flugpolizei, Alpinpolizei und ÖBRD

Zwischen den Beamten der Flug- und Alpinpolizei sowie Mitgliedern der Bergrettung ist eingespielte Teamarbeit eine Grundvoraussetzung zur Abwicklung erfolgreicher Einsätze. Bei Praxisübungen und Schulungen auf Landes- und Ortsstellenebene werden Abläufe trainiert und gefestigt. Abseits der Ausbildung im Gelände findet auch ein regelmäßiger Austausch auf Bundesebene bezüglich Einsatzstrategien, Erfahrungen und Entwicklungen der Organisationen statt.

„Die gute Zusammenarbeit im Einsatzfall und den im Vorfeld stattfindenden Ausbildungen sind Garanten für sicheres Arbeiten im alpinen Gelände.“, so der Leiter der Flugpolizei Mag. Werner Senn. Das Miteinander steht im Vordergrund zur optimalen Versorgung von in Not geratenen Personen.

Im Bild (von li. nach re.):
Mjr. Michael Hochgerner, Leiter Alpindienst Niederösterreich
Mag. Werner Senn, Leiter der Österreichischen Flugpolizei
Martin Gurdet, ÖBRD Bundesgeschäftsführer
(Urheber: ÖBRD BV)

Im Video: Eine Außenlandung der Libelle bei einem Einsatz in Niederösterreich mit Einweiser des ÖBRD. (Urheber: Lukas Turk)

ÖBRD mit Sicherheitspreisen ausgezeichnet

ÖBRD mit Sicherheitspreisen ausgezeichnet

Zum ersten Mal fand am Freitag den 01.12.2017, die Verleihung des Österreichischen Sicherheitspreises statt. Austragungsort der glanzvollen Preisverleihung war Grafenegg. Der Österreichische Sicherheitspreis des Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) wird in insgesamt sieben Kategorien vergeben.

• Gelebte Sicherheitspartnerschaft
• Sicherheitsprävention
• Sicherheitsheld des Jahres
• Digitale Sicherheit
• Sonderpreis des Landes NÖ
• Rettungsaktion des Jahres – ORF
• Lebenswerk

Besonders erfreulich für den ÖBRD: Wir konnten gleich in zwei Kategorien die Jury überzeugen.

Gelebte Sicherheitspartnerschaft

Der Bundesverband des Österreichischen Bergrettungsdienst stellte sich gemeinsam mit der Höhlenrettung (ÖHR), der Alpinpolizei, der Flugpolizei und der Christophorus Flugrettung (CFV) im Projekt „Mit Teamwork und Sicherheit bei Einsätzen im alpinen Gebiet“ den strengen Augen der Bewerter. Die gemeinsame Arbeit und das gegenseitige Vertrauen auch bei heiklen und schwierigen Bergungen ist ein absolutes Muss. So war es den Vertretern der dieser Teams auch wichtig, diesen Preis stellvertretende für alle freiwilligen und beruflichen Mitglieder ihrer Organisation zu übernehmen.

Sicherheitsheld des Jahres

Dieser Titel ging an das Team der Bergrettung Gosau aus Oberösterreich mit Einsatzleiter Christian Egger für die Rettung eines 45-jährigen deutschen Alpinisten aus einer Donline, fünf Tage nach dessen Verschwinden. Ausgewählt wurde dieser Aktion als Gewinner durch Leser der Kronenzeitung in einer großangelegten Umfrage.

Über den Österreichischen Sicherheitspreis
Der Österreichische Sicherheitspreis wurde 2017 ins Leben gerufen. Er zeichnet Mitarbeiter und Freiwillige der Blaulicht-Organisationen in sieben Kategorien aus. Nach dem Auftakt in Niederösterreich soll die Veranstaltung künftig jedes Jahr in einem anderen Bundesland ausgetragen werden. Auch in Zukunft werden die siegreichen Teams mit der speziell designten Award-Trophäe in Gestalt eines Blaulichts und den außergewöhnlichen Medaillen ausgezeichnet. Organisiert wurde der Sicherheitspreis 2017 vom KSÖ (Kuratorium Sicheres Österreich) und dem echo medienhaus in Kooperation mit dem ORF und der Kronen Zeitung, die auch zwei der Awards überreichten.

Bild 1 (v.l.n.r): Reinhard Kraxner (Geschäftsführer des Christophorus Flugrettungsverein), Hans Ebner (Leiter der Alpinpolizei Österreich), Franz Lindenberg (Ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der Bergrettung), Erich Hofmann (Obmann der Österreichischen Höhlenrettung), Peter Weichselbaum (Stellvertretender Leiter der Abteilung Flugpolizei im BMI). © ÖBRD BV, Urheber: Martin Gurdet

Bild 2: Teilnehmer der Preisverleihung

Bild 3: Links hinten: Landesleiter der Bergrettung Oberösterreich Christoph Preimesberger, Einsatzleiter der Bergrettung Gosau Christian Egger, Innenminister Wolfgang Sobotka und das Team der Bergrettung Gosau.